Situation
Die Situation im Schweizer Detailhandel präsentiert sich gegenwärtig so, dass durch die Aufrüstung von Ladengeschäften, mit Warensicherung durch (einige) Retailunternehmen eine Art Verlagerung der Problematik auf nicht gesicherte Geschäfte passiert: Da wo gesichert wird, wird gar nicht mehr oder kaum geklaut, dort wo nicht gesichert wird, wird umso mehr geklaut.
Von dieser Problematik sind einige Unternehmen direkt betroffen. Denn der Ladendieb weiss wo er sein Handwerk heute erfolgreich verrichten kann.
Warensicherungs-Massnahmen lassen sich am besten mittels begleitetem Test auf ihre Nützlichkeit überprüfen. Mittels einem Test wird einerseits herausgefunden, wie hoch die Diebstahlquote in Wirklichkeit liegt und andererseits, wie gut die vorgeschlagenen Massnahmen zur Beseitigung der Diebstähle beitragen.
Jährliche Erhebungen bei Detailhandels-Unternehmen in der Schweiz und International belegen es klar: Handlungsbedarf zur Eindämmung der Inventurverluste – bei rund CHF 800 Mio. pro Jahr - ist mehr als deutlich gegeben. Das heisst, dass nahezu 1% des Detailhandel-Umsatzes als Inventurdifferenzen abgeschrieben wird.
Wer am Schluss die Rechnung bezahlt, liegt auf der Hand: Der Konsument durch teurere Ware, weil auf die Produktpreise eine Risiko- resp. Verlustprämie draufgeschlagen wird.